Medizininformatik

Die an der Uni Tübingen am stärksten vertretenen Bereiche sind die Informatik und die Medizin. Der Bachelor-Studiengang Medizininformatik stellt somit das Bindeglied zwischen diesen beiden Fachbereichen her. Der Studiengang existiert seit dem Wintersemester 12/13 und ist somit der jüngste aller Informatik-Studiengänge in Tübingen. Prinzipiell handelt es sich hierbei um ein Studium der Informatik, bei dem unter anderem zusätzliche Kompetenzen der Biologie, Physik und medizinischen Datenverarbeitung vermittelt werden.

Warum Medizininformatik?

Die immer weiter steigende Technisierung hält selbstverständlich auch in der Medizin Einzug. Oft besteht jedoch das Problem, dass ein „normaler“ Informatiker nicht mit den Problematiken und Herausforderungen der IT im Bereich der medizinischen Entwicklung und dem Feld von Software für Arztpraxen, Krankenhäuser etc. vertraut ist. Der Studiengang Medizininformatik soll daher zum Informatiker ausbilden, der zusätzlich in vielen Feldern des sich immer weiter technisierenden Gesundheitswesens tätig werden kann.

Wie sieht das erste Semester aus?

Hier sei nochmals erwähnt, dass man, wie bei allen Informatik-Studiengängen, vor allem Informatik studiert. Es stellt also einen großen Vorteil da, wenn Du über Vorkenntnisse des Programmierens verfügst. Du musst diese Vorkenntnisse nicht besitzen, es erleichtert den Einstieg jedoch enorm. Im Ersten Semester hast Du, wie alle Informatiker, die Fächer Mathe und Informatik, womit bereits das Feld der „regulären Informatik“ abgedeckt ist. Hinzu kommt das Fach „Grundlagen der Medizininformatik“, in dem Dir die Grundproblematiken der Informatik im Gesundheitswesen und einige Begrifflichkeiten, die dir im späteren Berufsleben sicherlich mehrfach begegnen werden, näher gebracht werden. Dazu noch das Fach „Zell- und Humanbiologie“, bei dem Du in kompakter Form Grundwissen der Zellbiologie, Anatomie und Histologie vermittelt bekommst. Zu guter Letzt noch „Experimentalphysik“, was zwar abschreckend klingt, aber eigentlich nur die Grundlagen der Physik in Verbindung mit einigen Experimenten darstellt.

Berufliche Perspektiven

Grundsätzlich stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt gut, da es noch nicht viele Studiengänge dieser Art gibt. Durch ständig wechselnde IT-Anforderungen im Gesundheitswesen werden Informatiker gesucht, die nicht nur die grundlegende Informatik beherrschen, sondern auch darüber hinaus ein medizinisches Verständnis besitzen. Durch diese umfangreiche Ausbildung zum Medizininformatiker wirst du also hauptsächlich im Gesundheitswesen deinen Platz finden. Eine enge Zusammenarbeit mit Medizintechnikern ist auch nicht ausgeschlossen.

Noch Fragen?

Für weitere Fragen, schau doch einfach mal auf der Medizininformatik Webseite nach oder kontaktiere uns.

studieninteressierte/studiengaenge/medizininformatik.txt · Zuletzt geändert: 2016-01-06 12:03 von marc
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Eine Webseite der Fachschaft Informatik
Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik - Universität Tübingen