Kognitionswissenschaft

Dich faszinieren die geistigen Fähigkeiten des Menschen?
Du willst mehr darüber wissen wie das Gehirn funktioniert und willst dich dabei nicht auf eine spezielle Fachrichtung beschränken?
Du hast breitgefächerte Interessen und kannst Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten?
Dann solltest du vielleicht darüber nachdenken Kognitionswissenschaft zu studieren!

Bei Kognitionswissenschaft handelt es sich um einen stark interdisziplinären Studiengang, der den Studierenden möglichst weitreichend daraufhin ausbildet die Funktionen des Gehirns zu verstehen und modellieren zu können.
Bei den verschiedenen Fachrichtungen handelt es sich um:

  • Informatik, Mathematik
  • Psychologie, Biologie, Medizin
  • Linguistik, Philosophie

Den aktuellen Flyer zum Studiengang findest du hier:
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Und hier die aktuelle Version des Posters:
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Verstehen?

Die Arbeitsweise des Gehirns zu erforschen ist ein elementarer Punkt im Kognitionswissenschaftsstudium. Da dies auch eine zentrale Fragestellung in der Psychologie sowie der Neurowissenschaften ist, werdet ihr dazu Vorlesungen aus der Allgemeinen und Biologischen Psychologie sowie der Neurobiologie hören. Die Psychologie spielt im gesamten Studium eine entscheidende Rolle was die Grundlagenausbildung betrifft.

Modellierung?

Doch nur mit Erkenntnis lässt sich nicht rechnen. Bei der Erstellung von Modellen greifst du als Kognitionswissenschaftler auf deine Grundlagen aus der Mathematik und Informatik zurück. Konkret heißt das für dich, dass du in den ersten Semestern die Basisvorlesungen Mathematik 1-3 sowie Informatik 1-3 und Algorithmen hören wirst. Dies ist durchaus zeitintensiv, aber mit ein wenig Durchhaltevermögen ist dies gut machbar. Eine starke Abneigung gegenüber der Mathematik ist aber eher unvorteilhaft.;-)

Das wars schon?

Nein, natürlich nicht. Wie schon erwähnt handelt es sich bei Kognitionswissenschaft um einen Studiengang, der versucht alle Aspekte der Fachrichtungen zu integrieren, weshalb ihr zudem noch Vorlesungen aus der Philosophie und Linguistik hören werdet. Dies soll euch einen möglichst umfassenden Blick auf die Thematik Kognition ermöglichen.

Fragen? Beratung?

Die häufigsten Fragen werden hoffentlich in den FAQ beantwortet. Wenn du darüber hinaus Fragen rund um den Studiengang Kognitionswissenschaft hast, dann schreib eine Email an :

  • kogni-beratung(AT)fsi.uni-tuebingen.de (Paul und Christian)

Falls du direkt Fragen hast, kannst du per Mail auch gerne einen persönlichen Beratungstermin ausmachen.

FAQ für Studieninteressierte

Kannst du empfehlen, in Tübingen Kognitionswissenschaft zu studieren? Wie ist das so?

Ja, ich kann es nur sehr empfehlen. Mehrere Einrichtungen Wie das Max-Planck Institut für biologische Kybernetik, das Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung, das Bernstein Center for Computational Neuroscience oder das Werner Reichhardt Centre for Integrative Neuroscience machen Tübingen zu einem hervorragendem Standpunkt für die Kognitionswissenschaften.

Wie sehr ist man gefordert?

Das Studium ist schon ein aufwändiges Vollzeitstudium; auch wenn der vorgeschlagene Studienplan dies nicht direkt vermuten lässt, muss man außerhalb der Veranstaltungen noch einige Zeit in Übungsblätter und Selbststudium investieren. Die aufgewandte Zeit fürs Studium überschreitet also die reine Vorlesungszeit nocheinmal. Nichtsdestotrotz bleibt nach meiner Erfahrung noch genügend Zeit für eigene Interessen übrig; viele Studenten aus den höheren Semestern haben zusätzlich zum Studium auch noch einen Nebenjob.

Kann ich, bevor ich mich entscheide, in einzelne Vorlesungen mal rein schnuppern?

In Vorlesungen ist das kein Problem. Im 1. Semester lohnt es sich die Informatik 1 oder Mathematik 1 anzusehen, auch wenn man wahrscheinlich nichts verstehen wird. Aber dadurch bekommt man einen Einblick wie die Grundvorlesungen in der Informatik aussehen. Zudem sind die Vorlesungen der Allgemeinen Psychologie in den ersten vier Semestern gut geeignet zum Reinschnuppern, da hier meist Themen behandelt werden, die intuitiver sind, und man dort auch ohne Vorkenntnisse mehr versteht.

Wie werden euch die Inhalte vermittelt? Wie sind die Professoren?

Wie überall gibt es gute und schlechte Professoren. In Tübingen liegt in der Lehre ein Schwerpunkt darauf die Vorlesungen durch Tutorien zu unterstützen. In diesen sprechen Studenten aus den höheren Semestern dann die Inhalte der Vorlesungen nochmals durch und beantworten Fragen. Das Verhältnis zu den Professoren ist auch sehr angenehm und Fragen nach der Vorlesungen sind meist kein Problem.

Wie steht es mit Praxisbezug? Gibt es auch Praktika?

Wie in den meisten Studiengängen müssen am Anfang erst einmal ein paar Grundlagen, gerade in der Mathe und der Informatik, erlernt werden. Nach den ersten paar Semestern wird dann jedoch vermehrt auf Praxisbezug gesetzt. Im 3. Semester betreust du in Gruppenarbeit einen kleinen Versuch und wertest ihn aus. Im 4. Semester gibt es dann ein umfangreicheres Praktikum. In diesem Projekt arbeitet man in einem Teilbereich in einer Gruppe ein selbst gewähltes Thema aus. Zudem besteht auch die Möglichkeit eine der Stellen als wissenschaftliche Hilfskraft anzunehmen und dann direkt bei einem der Professoren als Hiwi zu arbeiten.

Was muss man können, was muss einen interessieren, damit das Fach zu einem passt?

Für das Studium an sich braucht man außer einem passablen Englisch keine expliziten Vorkenntnisse. Ein gesunder Forschergeist und ein grundsätzliches Interesse daran wie unser Gehirn funktioniert sind natürlich hilfreich. Man sollte vor Allem keine Angst vor Mathematik und logischem Denken haben. Um das wird man im Studium nämlich nicht herum kommen.

Muss ich Programmieren können?

Nein, Programmiererfahrung wird nicht vorausgesetzt. Es kann nützlich sein, wenn man bereits bestimmte Programmierkonzepte kennt oder schonmal mit einer Programmiersprache gearbeitet hat, aber es wird einem alles im Studium beigebracht.

Ich will eigentlich Psychologie studieren, aber mein Schnitt ist nicht gut genug. Soll ich dann nicht einfach Kognitionswissenschaft studieren, das ist doch so ähnlich?

Dies ist leider ein Fehlschluss und ich kann davon nur abraten, KogWiss als Psychologie-Ersatz zu studieren. Vor allem der große Mathematik- und Informatikanteil im Studium wird von vielen Studierenden mit diesem Plan unterschätzt, was dann leider oft zum Studienabbruch führt.

Welche Berufsaussichten hat man als Kognitionswissenschaftler?

Durch das breitgefächerte Studium hat man die Möglichkeit in verschiedenen Bereichen zu arbeiten. Die Hauptberufsaussichten sind dabei in der Grundlagenforschung an einer Universität oder einer anderen Forschungseinrichtung wie dem Max-Planck Institut. Doch natürlich gibt es auch die Möglichkeit in der Wirtschaft oder anderen Standpunkten zu arbeiten. Dies hängt von der individuellen Spezialisierung und den eigenen Interessen ab.

Wie läuft das Studium genau ab? Was höre ich alles?

Näheres zum Ablauf des Studiengangs und der einzelnen Teilfächer findest du im Modulhandbuch zum Studiengang:

Wie war denn der NC im Vorjahr? Wie gut muss ich sein um zugelassen zu werden?

In Tübingen gibt es für Kognitionswissenschaften ein Zulassungsverfahren bei dem der NC tatsächlich eine große Rolle spielt. Abhängig von der Bewerberzahl wird der NC jedes Jahr angepasst. In den letzten Jahren (Stand 2015) lag er jeweils bei etwa 1.8/1.9. Besondere Qualifikationen können das Auswahlverfahren beeinflussen. Preise bei ,Jugend forscht‘ zum Beispiel oder andere.

Mein Abi-Schnitt reicht wahrscheinlich nicht, um zugelassen zu werden. Gibt es eine andere Möglichkeit noch Kognitionswissenschaft zu studieren?

Jein. Du kannst dich in Informatik (zulassungsfrei) einschreiben und als Nebenfach Kognitionswissenschaft belegen. Wenn du genug Kogni-relevante Leistungspunkte gesammelt hast und in der Kognitionswissenschaft Plätze frei werden, kannst du nach einigen Semestern versuchen zu wechseln. Dafür sind deine Abi-Noten nicht mehr wichtig. Es kann dir allerdings niemand garantieren, dass du einen Platz bekommst. Bisher hat das meistens aber ganz gut geklappt.

Wie viele Klausuren schreibt man jedes Semester?

In den ersten Semester schreibt man meist zwischen 5 und 6 Klausuren am Ende des Semesters. In den höheren Semestern werden es dann weniger, dafür müssen dann Hausarbeiten oder Protokolle geschrieben werden.

Ich will nahe an der Uni wohnen, wo soll ich hinziehen? Wo sollte ich noch hin um einen guten Eindruck von der Stadt zu bekommen?

Für die Veranstaltungen aus den verschiedenen Bereichen musst du meist in das entsprechende Institutsgebäude oder eines der Hörsaalzentren in der Stadt oder auf der Morgenstelle. Deswegen wirst du zwangsweise oft umherfahren müssen, ob mit Bus oder Fahrrad (Vorsicht Hügel) ist dir überlassen. Deswegen gibt es wohl keine ideale Wohnlage für Kognitionswissenschaftler in Tübingen. Natürlich bietet sich die Altstadt aufgrund der zentralen Lage immer an, aber auch in den anderen Stadtteilen gibt es gute Wohnung oder auch Wohnheime.

Wo finde ich Wohnungen?

Die Wohnungsuche in Tübingen kann recht nervenaufreibend sein, schau vor allem auf wg-gesucht.de (hat auch Wohnungen), tuewo.de und auf der Seite des Schwäbischen Tagblatt. Letzteres hat meist die besten Angebote, die allerdings auch am schnellsten weg sind. Deshalb sollte man am Mittwoch und Samstag, wenn die neuen Anzeigen raus kommen, gucken und sofort anrufen. Desto näher du an die Innenstadt kommst, um so wird es teurer wird es. Du kannst dich auch bei einem der Wohnheime bewerben.

Was für "Charakter-Leute" studieren das?

Also generell studieren fast nur sehr offene und lockere Leute Kognitionswissenschaft. Unser Freundeskreis hat sich bereits im Mathe Vorkurs gefunden. Die Lernatmosphäre ist toll und man findet viel Hilfe und Unterstützung durch die Kommilitonen.

FAQ für Studierende

Austausch mit anderen Kognis

Natürlich findet ihr die meisten Kognis in den Kogni-Vorlesungen. Darüber hinaus organisieren sich aber auch viele zum Beispiel über facebook. Wer suchet, der findet. Hin und wieder findet auch ein Kogni-Stammtisch in einer der Tübinger Kneipen oder dem Botanischen Garten statt.

Wie bekomme ich Versuchspersonenstunden?

Für den Bachelor Kognitionswissenschaft muss man 30 Versuchspersonenstunden erwerben. Aber wie? Zum Beispiel werden am Psychologischen Institut regelmäßig Versuche durchgeführt. Anmelden kannst du dich dafür indem du dich auf den jeweiligen Aushängen einträgst. Außerdem gibt es eine Versuchspersonenmailingliste, durch die du über aktuelle Experimente informiert wirst. https://www.fsi.uni-tuebingen.de/mailman/listinfo/versuche

Wie melde ich mich für Prüfungen an?

Die Anmeldung zu Prüfungen ist in allen Prüfungsordnungen in den meisten Fällen online über das Campus-Portal der Universität möglich. Alle Informatik-Veranstaltungen und die meisten Veranstaltungen der Psychologie können hier online angemeldet werden. In der Psychologie gehen allerdings auch oft noch Listen zum Unterschreiben in der Vorlesung herum. Alle Veranstaltungen, die nicht über das Campus angemeldet werden können, musst du mit dem Anmeldebogen schriftlich bei Frau Hutt, sowie anhängig von der Veranstaltung, zusätzlich beim zuständigen Dozenten anmelden. Infos zu den Prüfungsanmeldungen der Psychologie-Veranstaltungen findest du auf der Homepage des Fachbereichs Psychologie.

Studierst du im Master, musst du alle Prüfungen mit dem Anmeldebogen anmelden.

Das Büro von Frau Hutt befindet sich auf der Morgenstelle 28 (E-Bau) in Raum 3A34, dort kannst du zu den Sprechzeiten deinen Anmeldebogen abgeben. Die Sprechzeiten aller Sekretariate findest du hier: Sekretariate

Den Anmeldebogen des aktuellen Semesters kann immer hier abgerufen werden: http://www.wsi.uni-tuebingen.de/studium/aktuelles-semester.html

Auslandssemester, Praktikum

Für ein Auslandssemester mit dem Erasmus-Programm kannst du dich bei Professor Butz melden. Er betreut die Plätze-Vergabe.

Master Quereinsteiger

Hier findest du die Empfehlungen der Studienvertreter für Kogni Master Quereinsteiger: empfehlungen_fuer_master_mit_fachfremdem_bachelor.pdf

studieninteressierte/studiengaenge/kognitionswissenschaft.txt · Zuletzt geändert: 2017-05-02 00:06 von paul
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Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik - Universität Tübingen